Ziteil

Für 24 Stunden auf Ziteil!

Am Wochenende vom 18. und 19. August machten sich über 40 Mitglieder unserer Krankenpflegevereinigung auf zur Wallfahrt nach Ziteil. Der auf über 2400 Meter über Meer gelegene Marienwallfahrtsort beschenkte die Teilnehmenden einmal mehr mit Stunden der Einkehr, des Gebetes, der Feier des Glaubens und des Menschseins.

Bereits Tage zuvor zeigte die Teilnehmerliste eine rege Beteiligung an. Ebenso konnte der Blick in die Wetterkarte von Meteo Schweiz nicht fehlen, denn der uns inzwischen lieb gewordene Regen war neben strahlendem Sonnenschein ebenso im Anzug. Und so entschied sich unserer Reiseleiter Bernhard Bislin am Freitagmorgen, die Variante 1, den Höhenweg von Obermutten nach Ziteil, zu streichen. Alternativ stand der Besuch der Kirchen von Mistail und Tiefencastel auf dem Programm. So wagten dann alle im Laufe des Samstags den klassischen Aufstieg von Alp Munter nach Ziteil. Das Wetter zeigte sich dann tatsächlich sozusagen von der besten Seite, was heissen möchte: Es war nicht zu warm und auch nicht zu kalt und die angekündigten Niederschläge blieben (leider) aus.

Nach einem ersten Begrüssungskaffee in der warmen, knisternden Pilgerstube versammelten sich alle Pilger um 18.15 Uhr zum Pilgerrosenkranz in der Wallfahrtskirche. Anschliessend bekochte uns Pfarrer Paul Schlienger mit einem leckeren «Vier-Gänger», was ihm grossen Applaus einbrachte. Herzlichen Dank, lieber Paul!

Eingeladen vom frischen und zugleich klaren Sonntagmorgen warteten einige Pilger dann sehnsüchtig auf den Sonnenaufgang. Und sie wurden nicht enttäuscht. Kurz vor 6.45 Uhr warf die Sonne ihre ersten Strahlen auf das Marienheiligtum, die bald darauf auch die Pilgerstube zum obligaten Pilgerfrühstück durchfluteten. Pünktlich um 8.00 Uhr feierte Abt Emmanuel, zusammen mit dem Neupriester, P. Pascal Maria Häusermann von der «Familie Mariens», den Pilgergottesdienst. Auf dem Hintergrund der Erscheinungen der Muttergottes in Lourdes ging Abt Emmanuel auf die Vorbereitung der hl. Bernadette zur Erstkommunion ein und meinte, dass die Stationen der Erscheinungen, die eingeklammert bzw. getragen sind vom Schweigen der Schönen Dame», auch unsere Stationen zum Empfang der hl. Kommunion sind. Und dem nicht genug: Wie bei Bernadette alle Involvierten auch Fehler machten, so gibt es in unserem Alltag auch Fehlverhalten. Bernadette liess sich deshalb von ihrem Weg nicht abbringen und so lud uns Abt Emmanuel ein, darüber nachzudenken, wie wir es – nach einem Zitat von Nationalrat Marcel Dobler, Rapperswil-Jona – mit der «Fehlerkultur» unserer Tage haben.

Um 10.15 Uhr brach dann die gesamte Pilgergruppe, nach dem obligaten Gruppenfoto, auf und gemeinsam nahmen wir bei der Feuerstelle der Schweizer Familie das Mittagessen ein. Auf dem Hintergrund des Feuerverbotes liessen wir uns die mitgebrachten Leckereien aus dem Rucksack kalt schmecken. Einige schlossen diese Stunden der Wallfahrt nach Ziteil mit einem Dessert bei Seppi Waldegg ab, andere machten sich direkt auf den Heimweg. Das Verbindende jedoch bleibt und möchte in unserem Alltag gelebt sein: Gemeinsam sind wir auf dem Pilgerweg zu Christus! Maria begleitet uns und wie Bernadette werden wir in unserem Alltag auf den Empfang der hl. Eucharistie und damit die Begegnung mit Christus vorbereitet!

Herzlichen Dank allen Beteiligten, ganz besonders Pfr. Paul Schlienger und Bernhard Bislin!

Präsentation Ziteil 2018

Bilder Ziteil 2018